Was ist ein Wertpapierdepot?
Ein Wertpapierdepot ist das Konto, auf dem deine Aktien, ETFs, Anleihen und andere Wertpapiere verwahrt werden – ähnlich wie dein Girokonto für Bargeld. Der entscheidende Unterschied: Auf dem Girokonto liegt Geld, im Depot liegen Wertpapiere. Beides brauchst du, wenn du in ETFs investieren möchtest.
Das Depot wird bei einem Broker geführt – entweder einer Direktbank (ING, DKB, Comdirect) oder einem Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital). Beim Kauf eines ETF überweist du Geld auf das Verrechnungskonto des Brokers, dieser kauft dann die Wertpapiere und verwahrt sie in deinem Depot. Die gute Nachricht: Die Depotführung ist bei fast allen modernen Brokern kostenlos.
Welches Depot ist das richtige?
Die Wahl hängt von deinen Bedürfnissen ab. Für die meisten Einsteiger reicht ein Neobroker vollkommen:
| Broker-Typ | Beispiele | Sparplan-Kosten | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Neobroker | Trade Republic, Scalable | Kostenlos | Einsteiger, Sparplan-Anleger |
| Direktbank | ING, DKB, Comdirect | 0–1,75 % | Alle, auch aktive Trader |
| Filialbank | Deutsche Bank, Sparkasse | 2–5 % der Rate | Nicht empfohlen für ETFs |
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Trade Republic – Kostenloses Depot für Einsteiger
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Vergleiche Kosten, ETF-Auswahl und Benutzerfreundlichkeit. Für Einsteiger: Trade Republic oder Scalable Capital. Für mehr Auswahl und Service: ING oder DKB.
Name, Adresse, Geburtsdatum, Steuernummer (Identifikationsnummer), Staatsangehörigkeit, Erfahrungen mit Wertpapieren. Dauert ca. 5 Minuten.
Du hältst deinen Personalausweis oder Reisepass vor die Smartphone-Kamera. Das System prüft die Daten automatisch. Dauert 3–5 Minuten.
Nach Prüfung (meist 1–3 Werktage) erhältst du per E-Mail deine Zugangsdaten und Depot-Nummer.
Überweise den gewünschten Betrag auf das Verrechnungskonto des Brokers – wie eine normale Banküberweisung.
Suche per ISIN (z. B. IE00B4L5Y983 für iShares Core MSCI World) oder Name. Kaufe einmalig oder richte einen monatlichen Sparplan ein.
Was brauche ich für die Depot-Eröffnung?
- Personalausweis oder Reisepass (für die Legitimation)
- Steuer-Identifikationsnummer (steht auf jedem Steuerbescheid oder Brief des Finanzamts)
- IBAN deines Girokontos (für Ein- und Auszahlungen)
- E-Mail-Adresse
- Smartphone mit Kamera (für den Video-Ident-Prozess)
Die gesamte Depoteröffnung dauert 10–15 Minuten. Innerhalb von 1–3 Werktagen ist das Depot aktiv und du kannst loslegen. Einige Broker (z. B. Trade Republic) aktivieren das Konto bereits innerhalb weniger Stunden.
Freistellungsauftrag direkt einrichten
Direkt nach der Depot-Eröffnung solltest du einen Freistellungsauftrag einrichten. Das geht in der App oder im Online-Banking in weniger als zwei Minuten.
Der Freistellungsauftrag schützt deine Kapitalerträge (Dividenden, realisierte Kursgewinne) bis zu 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei Ehepaaren) vor der Abgeltungssteuer. Ohne ihn zieht der Broker automatisch 25 % Steuer ein – auch wenn du eigentlich darunter liegst.
Kapitalertragsteuer berechnen – ab wann du Steuern zahlst →
Häufige Fragen zur Depot-Eröffnung
Bei modernen Neobrokern dauert die Depoteröffnung 10–15 Minuten. Du füllst das Online-Formular aus, legitimierst dich per Video-Ident und erhältst innerhalb von 1–3 Werktagen Zugang zu deinem Depot. Einige Broker (z. B. Trade Republic) aktivieren das Konto bereits innerhalb weniger Stunden.
Ja, du kannst beliebig viele Depots bei verschiedenen Brokern haben. Das kann sinnvoll sein, um den Freistellungsauftrag aufzuteilen oder unterschiedliche Stärken zu nutzen. Achte aber darauf, den Gesamtfreibetrag von 1.000 € (2.000 € bei Ehepaaren) nicht zu überschreiten.
Bei den meisten modernen Direktbanken und Neobrokern ist die Depotführung kostenlos. Kosten entstehen meist nur bei Transaktionen (Kauf/Verkauf von Aktien oder ETFs). ETF-Sparpläne sind bei Trade Republic, Scalable Capital und ING komplett kostenlos.
Sehr sicher. ETF-Anteile sind Sondervermögen – sie gehören rechtlich dir, nicht dem Broker. Im Insolvenzfall des Brokers werden deine Anteile auf ein anderes Depot übertragen oder ausgezahlt. Bareinlagen auf dem Verrechnungskonto sind zusätzlich durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.